Frontex und die europäische Grenzschutzpolitik

“Europa wächst zusammen!” lautet die gängige Devise. Mit der Öffnung der Binnengrenzen ist die Sicherung des Territoriums vor ‘unerwünschter’ Einwanderung nicht mehr nur eine nationalstaatliche Angelegenheit, die Verwaltung und Abwehr von Migration wird inzwischen von den europäischen Staaten zunehmend gemeinsam organisiert.

Es ist das erklärte Ziel der europäischen Politik, im Rahmen des gemeinsamen “Raumes der Freiheit, der Sicherheit und des Rechts”, ein integriertes Grenzschutzsystem zu schaffen. Dies umfasst zum einen eine zunehmend militarisierte Einreisekontrolle und den Aufbau technischer Überwachungssysteme an der territorialen Grenze. Zum anderen arbeitet die europäische Politik verstärkt mit den Herkunfts- und Transitstaaten der Migrant/innen zusammen, um Wanderungsbewegungen bereits im Keim zu ersticken und die Rückführung der Menschen ohne Aufenthaltsstatus zu erleichtern. Eine wesentliche Rolle bei der Entwicklung dieser umfassenden Grenzschutzpolitik spielt die europäische Grenzschutzagentur “Frontex” – eine Behörde mit Sitz in Warschau, welche fernab von demokratischer und rechtsstaatlicher Kontrolle die “Sicherheit Europas” voran treibt.

Vortrag und Diskussion

Montag 16.01.2012, 20:00 Uhr, Club Courage // Friedensstraße 42 (Hinterhof)

Der Datenschutz, die informationelle Selbstbestimmung und der ganze Rest

Unser alltäglicher Umgang mit Daten hat den Datenschutz zu einem zentralen und politisch umkämpften Thema aufsteigen lassen. Doch wo ist der Datenschutz eigentlich gesetzlich verankert? Wie gut sind unsere Daten geschützt und was können wir selbst machen, um unsere Daten besser zu schützen? Das Bundesdatenschutzgesetz und das Recht auf informationelle Selbstbestimmung stellen hierbei zwar wichtige Instrumente, aber noch lange keine Allheilmittel dar. Gerade staatliche Eingriffe in unsere Privatsphäre stellen den Datenschutz immer wieder vor neue Herausforderungen.
Der Vortrag bietet einen Überblick über die aktuelle Situation, sowie die eigenen Handlungsmöglichkeiten und versucht einen Blick auf die Perspektiven des Datenschutzes zu werfen.

Montag, 21.11.2011, 20:00 Uhr „Don Quijote“ (Scharnhorststr. 57, am Aasee)

Veranstaltung der Kritischen JuristInnen & des AK Vorrat Münster

Mobiler Studientag in Münster

Recht + Geschlecht

Der nun schon zweite mobile Studientag findet am Samstag den 29.10.2011 in Münster statt.

Mobiler Studientag

Mobiler Studientag
Flyer Veranstaltungen WS 2011/12
http://www.feministisches-studienbuch.de/

Veranstaltungen im WS 2011/12

Nachdem es ja nun schon länger keine öfentlichen Veranstaltungen von uns gab, haben wir für dieses Semester gleich drei Veranstaltungen organisiert, zu denen wir alle Interessierten herzlich einladen.

Veranstaltungen im WS 2011/12

Hier könnt ihr den Flyer mit unserem aktuellen Programm herunterladen
Flyer Veranstaltungen WS 2011/12

12. bis 16. September Verhandlung Deutschland vs. Italien vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag

Keine Staatenimmunität für NS-Kriegsverbrechen! Auf nach Den Haag!

Zehntausende Zivilist_innen wurden ermordet

Zehntausende Zivilist_innen sind es, die von der Wehrmacht oder
eingegliederten SS-Einheiten während der Besatzung Griechenlands und
Italiens im Zweiten Weltkrieg massakriert und gemordet wurden.
Zehntausende, die zur Zwangsarbeit nach Deutschland verschleppt wurden.
Gemeinsam trifft sie, dass sie bis zum heutigen Tage von der
Rechtsnachfolgerin des verbrecherischen „Dritten Reichs“, der
Bundesrepublik Deutschland, keine Entschädigung erhalten haben. Keinen
Cent für die niedergebrannten Häuser, für verwüstete Ortschaften, keine
Entschädigung für den Verlust ermordeter Eltern, Kinder, Geschwister.
Keine Entschädigung für jahrelange Ausbeutung durch Zwangsarbeit (Nur
ein kleiner Teil ehemaliger NS-Zwangsarbeiter_innen erhielt symbolische
Zahlungen aus der Stiftung EVZ). Der Grundsatz der offiziellen deutschen
„Wiedergutmachungs“-Politik ist: Sonntagsrhetorik und Erinnerungskultur
ja, aber keine Anerkennung einer rechtlichen Verpflichtung – und: das
Geld bleibt hier.

Deutschland verweigert jede Entschädigung

Des Wartens leid haben Hunderte Personen in den letzten zwei Jahrzehnten
geklagt und bis zu den höchsten Gerichten Griechenlands und Italiens
Recht bekommen. In den Urteilen heißt es jeweils, die von Deutschland
vorgebrachte Staatenimmunität gelte nicht für die verbrecherischen
Handlungen der Besatzungsmacht. Viele Millionen Euro schuldet
Deutschland inzwischen den ehemaligen Zwangsarbeiter_innen, den
Überlebenden und Angehörigen der Ermordeten der Massaker von Distomo,
Kalavryta, Civitella, Marzabotto, Falterona, Mommio, Cevarolo, Monchio,
Morello, … Doch die bundesdeutschen Regierungen lassen nichts
unversucht, die Opfer um ihre berechtigten Ansprüche zu prellen.

Griechenland und Italien: Es gibt einen Rechtsanspruch der Opfer

Die Überlebenden des Massakers deutscher SS-Truppen im griechischen
Distomo, wo am 10. Juni 1944 218 Menschen ermordet wurden, haben bereits
im Jahr 2000 vor dem
Obersten Gerichtshof Griechenlands (Areopag) ein rechtskräftiges Urteil
gegen die Bundesrepublik Deutschland erstritten, wonach diese ca. 28
Mio. Euro plus Zinsen an die Kläger zahlen muss. Die Bundesregierung
verhinderte die Durchsetzung des Urteils und nötigte die griechische
Regierung, die begonnene Zwangsversteigerung deutscher Liegenschaften
(Goethe-Institut) zu stoppen.

Nachdem in einer Aufsehen erregenden Entscheidung im Juni 2008 der
Oberste Gerichtshof in Rom die Vollstreckung der Ansprüche in deutsches
Staatseigentum in Italien erlaubte und daher die Opfer des Massakers im
griechischen Distomo mit der Pfändung der deutschen Villa Vigoni am See
von Como begannen, erhob Deutschland Klage gegen Italien vor dem
Internationalen Gerichtshof in Den Haag. Deren Ziel sei es, „die
ungesetzliche Praxis der italienischen Gerichte zu stoppen, die ihre
[Deutschlands] Souveränitätsrechte verletzt“. Der Internationale
Gerichtshof solle grundsätzlich feststellen, dass Privatpersonen keine
Befugnis haben, Klagen vor den Gerichten eines Staates gegen einen
anderen Staat zu erheben.

Deutschland stiehlt sich aus der Verantwortung

Mit der Klage will Deutschland die unabhängige italienische Justiz mit
Hilfe des UN-Weltgerichts konterkarieren, will Italiens Souveränität
unterhöhlen und sich selbst aus der finanziellen Verantwortung für seine
Geschichte stehlen.

In dem Verfahren vor dem Internationalen Gerichtshof haben die
Betroffenen, die Opfer der NS-Verbrechen, die Überlebenden und
Angehörigen, keine Beteiligungsrechte. Sie werden mit ihren Argumenten
nicht gehört und haben keine Antragsrechte. Der Prozess selbst stellt
schon einen Versuch dar, die deutsche Hegemonie durchzusetzen: Der IGH
sollte nicht dafür zuständig sein, einem Staat zu erlauben, in die
Rechtsprechung eines anderen Staates einzugreifen.

Wenn Deutschland gegenüber den Opfern der NS-Kriegsverbrechen von der
Haftung frei bliebe, wäre das ein verheerendes Signal auch für
gegenwärtige (z.B. in Afghanistan) und zukünftige Kriege. Dies gilt es
zu verhindern.
Gerade darum wollen wir zusammen mit griechischen, italienischen und
slowenischen Opfern Nazi-Deutschlands vor dem Internationalen
Gerichtshof dagegen protestieren und für die sofortige Auszahlung der
Entschädigungen demonstrieren.

Für die sofortige Entschädigung aller NS-Opfer! Keine Staatenimmunität
für Kriegsverbrechen! Abweisung der Klage Deutschlands durch den
Internationalen Gerichtshof!

Vorläufiges Programm in Den Haag:

Sonntag, 11. September 2011:
20.00 Uhr: Informations- und Diskussionsveranstaltung im Autonomen
Zentrum, Willem van Outhoornstraat 17
Montag, 12. September 2011:
9.00 Uhr: Kundgebung vor dem Internationalen Gerichtshof
10.00 – 13.00 Uhr Uhr: Besuch der Gerichtsverhandlung und Infopoint vor
dem Gerichtshof (Carnegieplein 2)
Dienstag, 13. September 2011:
10.00 – 13.00 Uhr: Besuch der Gerichtsverhandlung

Weitere Infos und aktuelle Termine unter:
http://www.nadir.org/nadir/initiativ/ak-distomo/

Für den Besuch der Gerichtsverhandlung ist eine Anmeldung bis zum 8.9.11
hier http://www.icj-cij.org/docket/files/143/16590.pdf erforderlich:

FBR Wahlen

Weihnachtsfeier

Am kommenden Montag ist wieder unsere altbekannte Weihnachtsfeier mit Glühwein, heißer Schokolade und Gebäck! Eingeladen sind alle Freunde und Interessierte, die uns gerne einmal kennen lernen möchten.
Es wird ein Impulsreferat zum Thema „Adoptionsrecht von Homosexuellen“ geben. Anschlißend freuen wir uns auf eine nette Diskussion und ein nettes Beisammensein.

Ort: Don Quijote, interkulturelles Zentrum
Scharnhorststraße 57
am: 13.12.2010
um: 20:00 Uhr

7 Kritische in der FSV

Vom 29.11. bis 3.12. 2010 waren wieder FSV-Wahlen.
Auch dieses Jahr sind wir wieder zur FSV-Wahl angetreten und können euch nun weiter mit 7 Kritischen in der FSV vertreten.

Kritische JuristInnen
Liste 2 gesamt 378
Liste 2 Sitze 7

1. Lucas Seeliger 87
2. Hannah Reidun Niermann 73
3. Miriam Pichler 49
4. Sven Fritsch 44
5. Tobias Schröder 33
6. Katharina Nowak 23
7. Elke Menrath 20

Hier geht es zu den amtlichen ergebnissen der FSV-Wahl des ZWA.
http://www.zwa.studierendenschaft.ms/downloads/fsv_ergebnis.pdf

Grundrechte-Report 2010

Grundrehchte-Report 2010

Auch dieses Jahr gibt es wieder einen aktuellen Grundrechte-Report.

Der Grundrechte-Report ist ein Bericht, über den Zustand unserer Verfassung der anderen Art. Wärend der Verfassungsschutz in seinem jährlichen Bericht, nur die Bedrohungen und Gefahren erwähnt welche dem Staat drohen, werden hier die Gefahren staatlicher Eingriffe in unsere Grundrechte beleuchtet.

Hier werden auf 280 Seiten systematisch die eklatantesten Verstöße gegen die einzelnen Grundrechte beleuchtet und analysiert. Es wird also genauer ein aktueller Bericht über den Zustand „unserer“ Grundrechte präsentiert. Dabei wird auch deutlich wie umkämpft diese Freiheiten und Rechte noch immer sind.

Der Grundrechtereport ist ein gemeinschaftliches Projekt der Humanistischen Union, der Gustav Heinemann-Initiative, des Komitees für Grundrechte und Demokratie, des Bundesarbeitskreises Kritischer Juragruppen, von Pro Asyl, des Republikanischen Anwältinnen- und Anwältevereins, der Vereinigung demokratischer Juristinnen und Juristen, der Internationalen Liga für Menschenrechte und der Neuen Richtervereinigung.

Der Grundrechte-Report ist im Fischer Taschenbuch Verlag erschhienen und kostet 9.95 €
ISBN 978-3-596-18678-5

14. – 16.05.2010: BAKJ-Kongress in Hamburg

BAKJ Kongress 2010

Der diesjährige BAKJ-Konkress wird vom 14.-16.5.2010 in Hamburg in den Räumen des Centro Sociale stattfinden und sich mit Eigentumsfragen im Allgemeinen und Speziellen befassen.

Das Thema lautet: „EIGENTUM, Diebstahl oder Grundrecht? Aneignungskonflikte im Kapitalismus“

Wie ist Eigentum konzipiert, welche gesellschaftlichen Funktionen kommen ihm zu? Welche Alternativen gibt es zur grundgesetzlichen Eigentumsordnung? Wer darf Eigentum nutzen und wen schließt es aus? Wem gehört eigentlich die Stadt, das Saatgut, die Software …? Und nicht zuletzt: Wie wirken Recht und rechtspolitische Praxis auf diese gesellschaftlichen Problemlagen ein, gibt es Spielräume für Veränderungen und wie lassen sie sich nutzen?

Diesen Fragen wollen wir uns gemeinsam nähern und uns mit den Aneignungskonflikten auseinandersetzen, die sich gegenwärtig in der neoliberalen Stadtentwicklung, der Privatisierung öffentlicher Einrichtungen sowie den Beschränkungen der Nutzung geistiger Werke und genetischer Ressourcen offenbaren. Der Kongress ist für alle offen; auch Nichtjurist_innen sind sehr herzlich eingeladen!

Das komplette Programm und alle weiteren Informationen zum Kongress findet ihr auf der Homepage der HAJ unter http://haj.blogsport.de/bakj-kongress-2010/.

Wenn du von Münster aus gemeinsam mit uns Anreisen möchtest, dann schicke uns einfach eine Mail an kritische.juristinnen@yahoo.de.



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Unsere Arbeit teilt sich in zwei große Bereiche auf: einerseits kümmern wir uns um die Interessen der Studierenden und engagieren uns in den Gremien der Fakultät und der Fachschaft. Andererseits bieten wir in wöchentlichen Treffen Infos zu rechtspolitischen Themen. Kontakt: kritische.juristinnen@yahoo.de

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